Automatisierung gegen Umsatzverluste im Content-Commerce
Publisher lassen signifikante Einnahmepotenziale oft ungenutzt, analysiert das Berliner AdTech-Unternehmen advanced store in einem aktuellen Blogbeitrag. Der Grund liegt laut dem Beitrag im manuellen Aufwand: Redaktionelle Texte erwähnen zwar kaufrelevante Produkte, doch die Zeit für eine flächendeckende Affiliate-Verlinkung fehlt. Um diese Lücke zu schließen, rollt das Unternehmen sein Tool Keyword Linker – Teil der Advanced-Link-Suite von ad4mat – nun weltweit aus.
Das Tool scannt redaktionelle Inhalte automatisiert und wandelt relevante Begriffe in Affiliate-Links um. Dabei greift das System auf eine Datenbank von über 60.000 Advertisern zu. Die Monetarisierung erfolgt somit auch rückwirkend für bestehende Artikel, ohne dass Publisher jedes Partnerprogramm einzeln bewerben müssen.
Skalierung über DACH, Europa und die USA
Nach Testphasen auf eigenen Portalen wie moneydeals.com (USA) und klarerkauf.de (Deutschland) folgt nun die globale Expansion. Das System unterstützt verschiedene Sprachen und Märkte von Europa bis LATAM. In der Praxis verlinkt die Software beispielsweise in Testberichten Fachbegriffe wie „Kaffeevollautomat“ oder „USB-C-Ladegerät“ genau dort, wo beim Leser eine konkrete Kaufabsicht entsteht.
Ein zentraler Aspekt der Automatisierung ist die Einhaltung von SEO-Standards. Der Keyword Linker kennzeichnet gesetzte Links automatisch mit dem Attribut rel="sponsored nofollow". Damit folgt das Tool den Richtlinien von Suchmaschinenbetreibern wie Google, um eine Abwertung der Seite durch bezahlte Links zu verhindern.
Whitelists sichern redaktionelle Kontrolle
Trotz der Automatisierung behalten Publisher die Hoheit über ihre Inhalte. Über Whitelists und Blacklists lassen sich bestimmte Segmente oder Begriffe von der Verlinkung ausschließen. Die Abrechnung erfolgt gebündelt über das Affiliate-Netzwerk, was den administrativen Aufwand für Publisher deutlich reduziert.
Für Advertiser bedeutet der weltweite Roll-out einen Zuwachs an kontextuellen Touchpoints innerhalb der Customer Journey. Da die Links direkt in redaktionellen Content eingebettet werden, erreichen Marken ihre Zielgruppe in einem Umfeld mit hoher Glaubwürdigkeit. Das Modell basiert rein auf Performance-Basis: Kosten entstehen für den Advertiser erst, wenn eine messbare Conversion stattfindet.
Einstiegshürden für die Creator Economy sinken
Die globale Verfügbarkeit des Tools adressiert nicht nur klassische Medienhäuser, sondern zielt auch auf die wachsende Creator Economy ab. Durch die Vereinfachung des Onboardings und den Entfall individueller Programmbewerbungen können auch kleinere Publisher ihre Reichweite effizienter in Sales umwandeln. advanced store positioniert sich damit als technologischer Intermediär, der die Hürden für den Einstieg in das Performance-Marketing senkt.
Quelle: Advanced Store Blog
