Der Ad-Tech-Spezialist advanced store analysiert in einem Gastbeitrag, wie sich das Performance-Marketing bis zum Jahr 2027 wandelt. Die Experten prognostizieren eine Abkehr von klassischen Tracking-Methoden. Stattdessen steuert Künstliche Intelligenz (KI) künftig die Effizienz von Kampagnen. Angesichts steigender Budget-Anforderungen rückt das CPO-Modell (Cost Per Order) in den Fokus: Nur messbare Sales zählen, während reiner Traffic als KPI an Relevanz verliert.
Contextual Targeting ersetzt Third-Party-Cookies
Der Abschied von Third-Party-Cookies zwingt Advertiser zum Umdenken. Laut der Analyse von advanced store wird Contextual Targeting bis 2027 zum Standard. Advertiser verfolgen keine individuellen Nutzerprofile mehr über das Web hinweg. Vielmehr rückt die Platzierung von Werbemitteln im thematisch passenden Umfeld in den Mittelpunkt.
In Kombination mit First-Party-Data – den eigenen Kundendaten der Händler – setzen Unternehmen so Prospecting- und Retargeting-Kampagnen datenschutzkonform und personalisiert um. Die Relevanz der Anzeige ergibt sich aus dem aktuellen Nutzungskontext, was Streuverluste minimiert.
Effizienzsteigerung durch Programmatic Advertising
Automatisierung treibt die Skalierung von E-Commerce-Brands voran. Laut dem Bericht agiert die manuelle Gebotsanpassung bereits jetzt zu langsam für den Echtzeit-Markt. Bis 2027 fungiert KI als Motor für das Media Buying.
Durch den Einsatz eigener DSPs (Demand-Side Platforms) greifen Advertiser auf hunderte programmatische Deals zu. KI-Algorithmen optimieren Milliarden von Impressions in Echtzeit auf das Ziel der Conversion. Die automatisierte Auswahl der besten Creatives und Platzierungen maximiert so den ROAS (Return on Ad Spend).
Social Commerce und GEO-Optimierung
Content und Kaufabschluss verschmelzen zunehmend. Social-Media-Plattformen entwickeln sich laut advanced store zu autarken Verkaufskanälen. Nutzer schließen Käufe direkt innerhalb der App bei TikTok, Instagram oder Pinterest ab. Hierfür bündeln Brands native Formate wie HTML5 oder dynamische Product Ads plattformübergreifend.
Gleichzeitig verändert sich die Suche im Netz fundamental. Der Wandel von SEO zu GEO (Generative Engine Optimization) markiert den Übergang von Suchmaschinen zu „Answer Engines“. Da KI-Modelle wie Google AI Overviews direkte Produktempfehlungen geben, müssen Product Feeds und strukturierte Daten technisch einwandfrei vorliegen. Nur so erkennt die KI diese als relevante Lösung für den Nutzer. Brands sichern sich so den Zugang zum Upper-Funnel, bevor der Nutzer eine spezifische Shop-Seite besucht.
Quelle: Advanced Store Blog
