Awin will außerhalb seines europäischen Kernmarkts stärker wachsen und bündelt dafür die Verantwortung für globalen Vertrieb und Marketing. Die neu geschaffene Position der Senior Vice President of Growth übernimmt Yasmina Siadatan. Mit der Personalentscheidung verbindet das Affiliate-Network zwei Aufgaben: die Expansion in den USA und Lateinamerika sowie eine klarere Vermarktung seiner technischen Möglichkeiten entlang der gesamten Customer Journey.
Die Hintergründe der Ernennung bei
Awin erläutert Leeanne Boulton in einem Gastbeitrag für Awin US. Demnach gehört die neue Führungsstruktur zu den zentralen Bausteinen der internationalen Wachstumsstrategie.
Erfahrung mit wachstumsstarken Technologieunternehmen
Siadatan bringt mehr als 25 Jahre Führungserfahrung aus den Branchen SaaS, Finanztechnologie und digitale Medien mit. Ihr beruflicher Schwerpunkt lag auf Technologieunternehmen mit hohem Wachstum und dem Ausbau integrierter Vertriebs- und Marketingorganisationen. Bei Awin berichtet sie an Chief Commercial Officer David Lloyd.
Eine gemeinsame Strategie für Positionierung und Vertrieb
Unter Siadatans Leitung führt Awin Markenstrategie, Nachfragegenerierung und die vertriebliche Umsetzung zusammen. Damit soll die Positionierung im Markt enger mit der Gewinnung neuer Kunden verbunden werden. Die neue Rolle verändert also nicht nur die Zuständigkeiten im Führungsteam, sondern auch die organisatorische Grundlage für weiteres Wachstum.
Aus Branchensicht passt dieser Schritt zu einer Entwicklung im Performance Marketing: Statt Vertrieb und Marketing getrennt zu steuern, richten Unternehmen beide Funktionen stärker auf gemeinsame Umsatzziele aus. Für ein international tätiges Network kann das helfen, technische Leistungen und ihren wirtschaftlichen Nutzen konsistenter zu vermitteln.
Nach Aussage von Awin-CEO Adam Ross unterstützt die Ernennung zugleich die Weiterentwicklung über traditionelles Affiliate-Marketing hinaus. Awin setzt verstärkt auf Multi-Touch-Attribution und Messinstrumente zur Vergütung von Partnern entlang der gesamten Customer Journey – vom ersten Kontakt bis zur Conversion.
Mehr als Last-Click als Verkaufsargument
Mit der Creator Economy und komplexeren Publisher-Modellen wächst für Plattformen der Druck, ihren Wert jenseits von Last-Click nachzuweisen. Siadatan soll das Leistungsangebot gegenüber Marken und Content Creator schärfen, deren Anforderungen über einen einzelnen Tracking-Link hinausgehen.
Serverseitiges Tracking und Payouts auf Basis des Einflusses von Partnern sollen dabei zu zentralen Argumenten im globalen Vertrieb werden. Im Wettbewerb mit US-amerikanischen Networks setzt Awin damit auf technische Fähigkeiten und eine international abgestimmte Wachstumsorganisation.
Für Publisher und Advertiser in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist besonders die Vergütungslogik relevant: Wer früh in der Customer Journey zur Kaufentscheidung beiträgt, braucht nachvollziehbare Messverfahren. Eine stärkere Multi-Touch-Ausrichtung kann solchen Beiträgen mehr Gewicht geben; entscheidend bleiben jedoch die konkrete Attribution und die jeweiligen Programmregeln.
Was das für den DACH-Affiliate-Markt bedeutet
Die Ernennung ist zunächst eine organisatorische Weichenstellung, keine Ankündigung neuer Konditionen für DACH-Partner. Für deutsche Publisher und Advertiser lohnt sich dennoch der Blick auf die Umsetzung: Ausschlaggebend wird sein, wie verständlich Awin seine Mess- und Vergütungsansätze vermittelt und welchen praktischen Nutzen sie für unterschiedliche Partner entlang der Customer Journey bieten.
Quelle: Awin US
