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    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 3 min

    BVDW analysiert Partner-Marketing: Weg zur skalierbaren Wachstumsarchitektur

    BVDW analysiert Partner-Marketing: Weg zur skalierbaren Wachstumsarchitektur

    Der BVDW e. V. hat ein Whitepaper zur Neuausrichtung des Affiliate und Partner Marketings veröffentlicht. Die Analyse zeigt, wie Unternehmen durch Datenintegration und moderne Attribution blinde Flecken in der Steuerung eliminieren und Partnerschaften als skalierbare Wachstumsarchitektur nutzen können.

    Affiliate- und Partner-Marketing entwickeln sich von der reinen transaktionsbasierten Steuerung hin zu einem komplexen Ökosystem. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. zeigt in seinem am 22. Mai 2024 veröffentlichten Whitepaper auf, dass Unternehmen eine neue Steuerungslogik benötigen. Im Kern steht die Forderung, Partner-Marketing als skalierbare Wachstumsarchitektur zu begreifen, anstatt es lediglich als isolierten Abverkaufskanal zu betrachten.

    Abkehr von einseitigen Bewertungsmustern

    Die Analyse verdeutlicht eine bestehende Diskrepanz in der Unternehmenspraxis. Während Partner heute Funktionen entlang der gesamten Customer Journey übernehmen – von Awareness über die Orientierung bis hin zum Wiederkauf –, bewerten Firmen den Erfolg oft noch ausschließlich über die Conversion. Dieser Fokus auf die Last-Click-Attribution führt dazu, dass Wertbeiträge in frühen Phasen der Kundenreise unsichtbar bleiben.

    Laut der Veröffentlichung des BVDW müssen Firmen ihre Bewertungsmuster aufbrechen. Werden Daten nicht über die gesamte Customer Journey hinweg integriert und gewichtet, entstehen „blinde Flecken“ in der Budgetallokation. Das Whitepaper liefert hierfür Ansätze, wie eine moderne Attributionsarchitektur und ein differenziertes KPI-Set diese Lücken schließen können.

    Das Operating Model für Skalierbarkeit

    Um den Wandel von der Verwaltung zur aktiven Wachstumssteuerung zu vollziehen, schlägt der Verband ein spezifisches Operating Model vor. Dieses Modell beschreibt das Zusammenspiel von vier Kernsäulen: Datenintegration, Attributionsarchitektur, Organisationsdesign und aktive Partnersteuerung. Unternehmen setzen Partnerschaften so gezielt als Hebel für den Geschäftserfolg ein, anstatt sie nur als Kostenfaktor für Payout-Modelle zu sehen.

    Besonders die zunehmende Komplexität durch Social Commerce, Creator-Empfehlungen und KI-gestützte Systeme erfordert laut BVDW eine Anpassung der Strategien. Die Grenzen zwischen den digitalen Umfeldern verschwimmen zusehends, was eine kanalübergreifende Sichtweise zwingend erforderlich macht.

    Skalierung durch das Partner-Ökosystem

    Annalena Bauer, stellvertretende Vorsitzende des APMC im BVDW, erklärt in der Mitteilung, dass das Whitepaper Unternehmen befähigen soll, den Wertbeitrag des gesamten Partner-Netzwerks zu erfassen. Es gehe nicht mehr nur um die Effizienz einzelner Kampagnen, sondern um die Nutzung des Ökosystems. Kristina Gärtner, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende der Working Group, ergänzt, dass Unternehmen Partnerschaften als echtes Wachstumspotenzial begreifen müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

    Die Publikation macht deutlich, dass Affiliate-Marketing längst die Rolle eines reinen „Bottom-Funnel-Kanals“ verlassen hat. Die Integration von First-Party-Data und die Nutzung moderner Tracking-Technologien bilden dabei die technischen Voraussetzungen, um die geforderte Transparenz in der Wachstumsarchitektur herzustellen.

    Quelle: BVDW Affiliate Marketing