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    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 3 min

    Partnerize-CEO fordert unabhängige Prüfung im KI-Marketing

    Partnerize-CEO fordert unabhängige Prüfung im KI-Marketing

    Partnerize-CEO Matt Gilbert fordert in einer aktuellen Analyse unabhängige Prüfinstanzen für KI-Marketing. Plattformeigene Daten allein reichen für langfristiges Vertrauen nicht aus.

    Der aktuelle KI-Boom steht nach Einschätzung von Partnerize-CEO Matt Gilbert vor derselben Vertrauensfrage wie einst Werbung in sozialen Medien, Suchmaschinen und auf Mobilgeräten. In einem Gastbeitrag für den Partnerize-Blog erklärt Gilbert, dass KI-gestütztes Marketing von einem Modell abrücken müsse, bei dem Plattformen „ihre eigenen Hausaufgaben benoten“, um erhebliches Kapital anzuziehen.

    Die Geschichte der digitalen Werbung zeigt einen Übergang vom „Vertrauensprinzip“ zur unabhängigen Überprüfung. Frühe Advertiser im Web verließen sich darauf, dass Publisher und Adserver ihre eigenen Impressionsdaten meldeten. Zwar legte das IAB Richtlinien zur Zählung dieser Impressionen fest, doch der Branche fehlte ein struktureller Ansatz zur Überprüfung, ob ein Mensch eine Anzeige gesehen hatte oder ob sie in einem markensicheren Umfeld erschienen war.

    Die Entwicklung der Kanäle als Wegweiser

    Gilbert verweist auf andere Kanäle als Wegweiser für KI. Soziale Medien lehrten die Branche, dass Signale wie „Likes“ nicht immer wirtschaftlichem Wert entsprechen. Suchmaschinenmarketing wurde erst reif, als Sichtbarkeit direkt mit Ergebnissen verknüpft wurde. Während der mobilen Revolution schuf die Branche eine neue Vertrauensebene, weil die bestehende Messinfrastruktur das Verbraucherverhalten in Apps nicht präzise erfassen konnte.

    Der aktuelle Stand des KI-Marketings spiegelt diese frühen Phasen wider. Mit der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Inhalte und Quellenverweise liefern häufig diejenigen die Wirksamkeitsdaten, die auch die jeweiligen Umgebungen kontrollieren. Gilbert zufolge entsteht dadurch ein Interessenkonflikt, der die langfristige Legitimität beeinträchtigt.

    Unabhängige Vertrauensebenen aufbauen

    Die Affiliate-Marketing-Branche stand bereits vor ähnlichen Herausforderungen. Gilbert verweist auf seine Kritik an der herkömmlichen Last-Click-Attribution. Er beschreibt sie als „abgeschottetes System“, in dem der Kanal allein über seine eigene Inkrementalität urteilt. Damit KI erfolgreich sein kann, braucht es einen strukturellen Wandel hin zu unabhängiger Überprüfung.

    Gilbert erwartet, dass der Markt eine neue Vertrauensebene für KI aufbauen wird – entsprechend der Entwicklung von mobiler Werbung und Programmatic-Werbung. Diese Infrastruktur dürfte die Gültigkeit von KI-Interaktionen überprüfen. Zudem soll sie sicherstellen, dass automatisierte Ergebnisse für Marken einen tatsächlichen wirtschaftlichen Wert schaffen. Solange diese Ebene fehlt, bleiben Investitionen in KI experimentell, statt auf einer grundlegenden Messdisziplin zu beruhen.

    Reife durch objektive Messung

    Der Übergang zu überprüften KI-Ergebnissen setzt voraus, dass Marken mehr als plattformeigene Daten verlangen. Gilbert kommt zu dem Schluss, dass technologische Reife im Werbeumfeld von objektiver Messung durch unabhängige Dritte abhängt. Aus der Geschichte digitaler Impressionen kann auch die Branche im DACH-Markt lernen und die nötige Infrastruktur aufbauen, um KI zu einem verlässlichen Performance-Kanal zu machen.

    Quelle: Partnerize-Blog