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    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 3 min

    Partnerize CEO: KI muss zur Messdisziplin wie SEO werden

    Partnerize CEO: KI muss zur Messdisziplin wie SEO werden

    Partnerize CEO Matt Gilbert erklärt, warum KI-Marketing die 'Sichtbarkeitsphase' verlassen muss, um durch präzise Messung kommerziellen Wert zu schaffen.

    Die aktuelle Begeisterung um Künstliche Intelligenz im Marketing erinnert stark an die Goldgräberstimmung der frühen Suchmaschinenoptimierung. Matt Gilbert, CEO von Partnerize, zieht in einem aktuellen Beitrag eine klare Parallele: Während sich die Branche derzeit darauf konzentriert, dass Marken in KI-generierten Antworten erscheinen, wird der eigentliche Wert erst durch die Verknüpfung dieser Präsenz mit harten kommerziellen Fakten entstehen.

    Historische Lehren aus dem Search-Bereich

    Die Entwicklung von SEO dient als Blaupause für die Zukunft der KI. In den frühen 2000er-Jahren beschränkten sich die Metriken im Search Marketing auf Rankings und Keyword-Positionen. Unternehmen kämpften um den Spitzenplatz auf der SERP, ohne den tatsächlichen ROI dieser Positionen zu verstehen.

    Ein entscheidender Wendepunkt markierte das Jahr 2010. Damals begannen Enterprise-SEO-Plattformen wie BrightEdge, Suchdaten mit Web-Analytics-Tools wie Google Analytics zu verknüpfen. Diese Integration ermöglichte es Marketern, den gesamten Funnel abzubilden – weg von reiner Sichtbarkeit, hin zur Performance-Messung.

    Die Herausforderung der Zero-Click-Umgebungen

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen der SEO-Ära und dem neuen KI-Zeitalter liegt im Messmechanismus. Über zwei Jahrzehnte war der „Click“ die Brücke zwischen Suchintention und Conversion. In der Welt der Large Language Models (LLMs) und generativen Zusammenfassungen werden Antworten jedoch direkt im Interface geliefert. Dies führt zu einer Zunahme von Zero-Click-Szenarien, die herkömmliche Attributionsmodelle vor massive Probleme stellen.

    Relevanz für den DACH-Markt

    Gerade im deutschsprachigen Raum, wo Dateneffizienz und präzise Budgetallokation traditionell einen hohen Stellenwert haben, ist diese Entwicklung kritisch. Deutsche Advertiser, die bereits stark auf First-Party-Data setzen, müssen nun Wege finden, den Einfluss von KI-Empfehlungen auf den AOV und die CR zu validieren, bevor das Budget in diesen „Blackbox“-Kanal fließt.

    Von der Sichtbarkeit zur Kapitalallokation

    Gilbert skizziert fünf Phasen, die jede Marketingdisziplin durchläuft: von der reinen Sichtbarkeit über Traffic und Conversion bis hin zum Revenue und schließlich der strategischen Kapitalallokation. Aktuell befindet sich KI noch in der ersten Phase.

    Entscheidend für Performance-Marketer wird sein, die Dateninfrastruktur so aufzubauen, dass KI-Interaktionen nicht als isolierte Branding-Effekte verpuffen, sondern als messbare Touchpoints in der Customer Journey identifiziert werden können. Wer frühzeitig in Messbarkeit investiert, wird – wie damals bei SEO – den größten Wettbewerbsvorteil erzielen.

    Was das für den DACH-Affiliate-Markt bedeutet: Publisher und Advertiser müssen sich darauf einstellen, dass der klassische Last-Click durch KI-Interaktionen weiter unter Druck gerät. Der Erfolg wird davon abhängen, ob es gelingt, die „Blackbox“ der KI-Antworten durch fortschrittliches Tracking und Server-to-Server-Lösungen messbar zu machen, um den tatsächlichen Wertbeitrag für den E-Commerce zu belegen.

    Quelle: Partnerize Blog