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    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 3 min

    Rakuten verknüpft Affiliate-Daten mit Markt und CRM

    Rakuten verknüpft Affiliate-Daten mit Markt und CRM

    Rakuten verbindet Network-, Markt- und CRM-Daten: Der Partnerkanal wuchs in der Weihnachtsspitze stärker als der Markt, gewonnene Kunden waren zudem wertvoller.

    Sinkende Umsätze im Januar sind noch kein Argument gegen das Affiliate-Budget. Nach dem Weihnachtsgeschäft kann ein Rückgang schlicht die Marktentwicklung widerspiegeln – während der Kanal zuvor überdurchschnittlich gewachsen ist. Genau diese Unterscheidung steht im Mittelpunkt einer Analyse von Abbey Cerek, Senior Director bei Unternehmenssymbol Rakuten Advertising: Welchen zusätzlichen Geschäftswert liefern Partnerschaften tatsächlich?

    Die Antwort liegt Cerek zufolge nicht in einer einzelnen Datenquelle. Networks erfassen Klicks und Conversions innerhalb ihres eigenen Systems präzise, sehen aber weder den gesamten Markt noch automatisch den späteren Wert gewonnener Kunden. Datenschutzvorgaben und KI-geprägte Kaufwege erschweren zusätzlich die Abgrenzung zwischen neu geschaffener Nachfrage und bereits vorhandener Kaufabsicht.

    CRM zeigt, welche Kunden langfristig wertvoll sind

    Ein besonders relevanter Befund betrifft nicht das Verkaufsvolumen, sondern den Kundenwert: Laut Rakuten-Analyse waren Kunden aus umsatzstarken Spitzenzeiten 88% mehr wert als der durchschnittliche erstmals erfasste Neukunde. Sichtbar wird dieser Unterschied durch die Einbindung der markeneigenen CRM- und Mediadaten.

    Für Advertiser verändert das die Bewertung teurer Akquisitionsphasen. Hohe Kosten während der Weihnachtsspitze können anders zu beurteilen sein, wenn die gewonnenen Kunden langfristig mehr beitragen. Ohne diese zusätzliche Datenebene bleibt eine Budgetentscheidung womöglich an kurzfristigen Ergebnissen hängen, obwohl der spätere wirtschaftliche Nutzen deutlich höher ausfällt.

    Erst der Marktvergleich ordnet saisonale Ausschläge ein

    Wie leicht isolierte Zahlen in die Irre führen, zeigt der Bericht „The Full Picture“. Das typische Muster steigender Verkäufe im November und Dezember mit einem deutlichen Rückgang im Januar lässt sich aus Network-Daten allein nur begrenzt erklären. Eine vorschnelle Interpretation könnte den Rückgang als Schwäche des Kanals werten und Budgetkürzungen auslösen.

    Rakuten ergänzte deshalb die Betrachtung um ein externes Verbraucherpanel. Während der Gesamtmarkt in der Weihnachtsspitze einen Anstieg auf das 2.2-Fache verzeichnete, erreichte der Partnerkanal das 3.2-Fache. Der Vergleich macht deutlich: Der Kanal entwickelte sich stärker als der Markt und profitierte nicht lediglich im gleichen Ausmaß vom saisonalen Rückenwind.

    Aus Sicht der Marketingmessung ist dabei eine Grenze wichtig: Überdurchschnittliches Wachstum liefert wertvollen Kontext, beweist für sich genommen aber noch keine kausale Zusatzwirkung. Der Marktvergleich verbessert die Einordnung; die Frage nach tatsächlich zusätzlich ausgelösten Käufen bleibt davon zu unterscheiden.

    Daten über zwölf Monate für Budgetentscheidungen verbinden

    Die Analyse empfiehlt, Network-Ergebnisse, Verbraucherpanel und CRM-Daten über einen Zeitraum von zwölf Monaten auf einer gemeinsamen Zeitachse zusammenzuführen. Dadurch lassen sich saisonale Effekte, die relative Kanalentwicklung und der Wert neuer Kunden gemeinsam bewerten, statt Ausgaben allein mit Last-Click-Attribution oder Verkaufsvolumen zu rechtfertigen.

    Für Affiliate-Verantwortliche verschiebt sich damit die Argumentation: Entscheidend ist nicht nur, wie viele Verkäufe ein Programm ausweist, sondern welchen Beitrag es zur Geschäftsentwicklung leistet. Die verknüpften Daten sollen erklären, was geschehen ist, wie es wirtschaftlich einzuordnen ist und welche nächsten Schritte daraus folgen.

    Was das für den DACH-Affiliate-Markt bedeutet

    Für Advertiser in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet dieser Ansatz eine Grundlage, Affiliate-Budgets gegenüber anderen Marketingausgaben nachvollziehbarer zu begründen. Deutsche Publisher profitieren von einer differenzierteren Bewertung ihrer Leistung, statt nach saisonbedingten Rückgängen pauschal unter Kürzungsdruck zu geraten. Praktisch kommt es darauf an, geeignete regionale Marktdaten und datenschutzkonform nutzbare CRM-Auswertungen einzubeziehen: Erst ein passender Vergleichsrahmen macht aus isolierten Kanalzahlen eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

    Quelle: Rakuten Blog