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    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 2 min

    Rakuten: KI-Offenlegung stärkt Vertrauen in Creator

    Rakuten: KI-Offenlegung stärkt Vertrauen in Creator

    Bei 45% der Käufer stärkt offengelegter KI-Einsatz das Vertrauen in Content Creator. Vollständig KI-generierte Produktrezensionen stoßen dagegen auf Skepsis.

    KI kann die Content-Produktion beschleunigen – doch bei Produktempfehlungen erwarten Verbraucher weiterhin ein menschliches Urteil. Für Affiliate-Partnerschaften vor der bevorstehenden Shopping-Saison in Q4 ist das eine entscheidende Grenze. Abbey Cerek, Content Marketing Manager bei Rakuten Advertising, analysiert dazu Verbraucherdaten: Nicht allein der KI-Einsatz, sondern vor allem dessen Zweck und die Offenlegung prägen das Vertrauen in Content Creator.

    Die Untersuchung umfasst Verbraucher aus den USA, Großbritannien, Australien, Frankreich und Brasilien. Insgesamt bemerken 83% der Käufer den Einsatz von KI durch Content Creator. Wie gut sie ihn akzeptieren, hängt jedoch davon ab, welche Aufgaben die Technologie übernimmt.

    Produktion akzeptiert, Produktbewertung umstritten

    Für Affiliate-Verantwortliche liegt die Herausforderung in einer klaren Akzeptanzlücke: Als Werkzeug ist KI willkommen, als Instanz für Produkturteile deutlich weniger. Laut Rakuten akzeptieren 54% der Verbraucher KI-gestützte Übersetzungen, während 46% ihren Einsatz bei der Foto- und Videobearbeitung befürworten.

    Anders fällt die Bewertung vollständig automatisierter Rezensionen aus. Nur 38% der Befragten fühlen sich damit wohl, wenn ein Content Creator eine komplette Produktrezension mit KI erstellt. Das stellt Affiliate-Strategien infrage, die in umsatzstarken Phasen auf möglichst schnelle und umfangreiche Content-Produktion setzen. Mehr Inhalte allein sichern demnach noch keine überzeugenden Kaufempfehlungen.

    Offenlegung stärkt die Beziehung zum Publikum

    KI-Nutzung zu verbergen, ist insbesondere bei jüngeren Zielgruppen keine tragfähige Strategie. Unter Käufern der Gen Z erkennen 92% den Einsatz entsprechender Werkzeuge. Mehr als die Hälfte dieser Käufer gibt an, ihn häufig wahrzunehmen. Millennials wiederum reagieren besonders positiv auf Transparenz: Bei 52% stärkt eine klare Offenlegung das Vertrauen.

    Über alle Befragten hinweg zeigt sich ebenfalls ein Vorteil für offene Kommunikation. Nach Angaben von Rakuten vertrauen 45% der Käufer einem Content Creator stärker, nachdem dieser seinen KI-Einsatz offengelegt hat. Nur 26% berichten von einem Vertrauensverlust. Transparenz muss das Publikum also nicht abschrecken, sondern kann die Beziehung festigen.

    Marktunterschiede verlangen angepasste Strategien

    Allerdings unterscheiden sich die Reaktionen zwischen den untersuchten Märkten. Brasilien zeigt die höchste Offenheit: Dort sind sich 63% der Verbraucher des KI-Einsatzes „sehr bewusst“ und berichten nach dessen Offenlegung von einem Vertrauensgewinn. Australien bleibt dagegen skeptisch. Die Befragten sind gleichmäßig zwischen der Einschätzung geteilt, ob Transparenz der Glaubwürdigkeit hilft oder schadet.

    Für Partner-Marketing-Verantwortliche spricht das gegen eine einheitliche Vorgehensweise. Plattform, Alter der Zielgruppe und geografischer Markt sollten die Kommunikation bestimmen, um die Performance während des Weihnachtsgeschäfts zu stabilisieren.

    Für die Affiliate-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz liefern die Ergebnisse damit Anhaltspunkte, aber keine lokalen Messwerte: Keiner der drei DACH-Märkte wurde untersucht. Advertiser und Publisher können daraus dennoch eine konkrete Prüfaufgabe ableiten: KI-Unterstützung bei Produktion und Übersetzung klar von der persönlichen Produktbewertung trennen und Offenlegung zielgruppengerecht gestalten. Entscheidend für das Q4-Geschäft bleibt, menschliche Empfehlungen nicht durch automatisierte Urteile zu ersetzen.

    Quelle: Rakuten Blog