Zurück zur Übersicht
    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 3 min

    Refersion-Analyse: Mangelhafte Attribution kostet bis zu 40 % Umsatz

    Refersion-Analyse: Mangelhafte Attribution kostet bis zu 40 % Umsatz

    Ryan Hilliard analysiert, warum Affiliate-Attribution 2026 schwieriger wird und wie lückenhaftes Tracking bis zu 40 % der Einnahmen vernichtet.

    Die Messbarkeit im Performance Marketing steht vor einer Zerreißprobe. Ryan Hilliard, General Manager bei Refersion, warnt in einer aktuellen Analyse eindringlich davor, dass Lücken in der Attribution die Profitabilität ganzer Programme gefährden. Dabei geht es um mehr als nur ungenaue Reports: Fehlerhaftes Tracking beschädigt die Reputation von Brands und führt zur Abwanderung der wichtigsten Partner.

    In der DACH-Region, wo Datenschutz und technologische Hürden wie ITP besonders präsent sind, beobachten Netzwerke ähnliche Tendenzen. Herkömmliche Tracking-Methoden stoßen in einer fragmentierten digitalen Landschaft zunehmend an ihre Grenzen. Technologische Barrieren und ein verändertes Nutzerverhalten führen dazu, dass Sales oft gar nicht oder falsch zugeordnet werden.

    Vertrauensverlust durch fehlerhafte Daten

    Das Fundament jeder Affiliate-Beziehung ist Vertrauen. Wenn Merchants die Leistung ihrer Partner nicht präzise erfassen, hat das Konsequenzen. Laut Hilliard wandern Publisher, die sich unter Wert verkauft fühlen, konsequent zu Programmen mit robusterer Infrastruktur ab.

    Die finanziellen Auswirkungen sind drastisch: Daten zeigen, dass unzuverlässige Tools – insbesondere solche, die sich rein auf einfache Cookies und Gutscheincodes verlassen – dazu führen, dass Affiliates zwischen 25 % und 40 % ihrer verdienten Commission verlieren. Diese „leckende“ Attribution erzeugt eine negative Abwärtsspirale. Hochwertige Content Creator verzichten zunehmend darauf, Promotions mit Brands überhaupt zu testen, wenn das Tracking-System Conversions nicht lückenlos erfasst.

    Die Lücke in der Cross-Device-Journey

    Ein Hauptgrund für die Attributions-Probleme ist das nicht-lineare Kaufverhalten. Hilliard verweist auf Untersuchungen, wonach über 60 % aller Käufe mittlerweile eine Cross-Device-Komponente haben. Ein Kunde entdeckt ein Produkt per Smartphone-Link, recherchiert später am Laptop und schließt den Kauf schließlich am Tablet ab.

    Wenn Systeme diese Brüche nicht überbrücken, geht der Affiliate, der den Impuls gesetzt hat, leer aus. Besonders kritisch ist dies bei beratungsintensiven Produkten („Considered Purchases“). Hier sind die Recherchephasen länger, was die Zeitspanne zwischen dem ersten Klick und der finalen Conversion massiv dehnt.

    Granulare Daten als System of Record

    Tools wie Marketing Mix Modeling (MMM) oder Google Analytics bieten zwar einen strategischen Überblick, ersetzen laut Hilliard aber keine kanalspezifische Attribution. Brands benötigen ein detailliertes „System of Record“ für das tägliche Management ihrer Kampagnen.

    Nur eine einheitliche Datenbasis stellt sicher, dass interne Teams und externe Partner die Performance nach denselben Kriterien bewerten. Ohne diese Transparenz riskieren Unternehmen, Budgets falsch zu verteilen und genau die Partner zu verprellen, die für das Wachstum verantwortlich sind. Das Fazit ist klar: Eine präzise Attribution ist kein „Nice-to-have“, sondern die Grundvoraussetzung für ein wettbewerbsfähiges Affiliate-Programm im Jahr 2026.

    Quelle: Refersion Blog