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    Veröffentlicht am · Affiliate Connect Redaktion· 3 min

    Tradedoubler und ABOUT YOU setzen auf Wiederkäufer

    Tradedoubler und ABOUT YOU setzen auf Wiederkäufer

    ABOUT YOU sieht bei Black-Friday- und Q4-Kunden einen höheren CLV als bei saisonalen Sale-Käufern. Ein Tradedoubler-Webinar zeigt Konsequenzen für Budget und Kundenbindung.

    Wer sein gesamtes Budget in die Cyber Week steckt, hat für den nächsten Kauf womöglich keinen Spielraum mehr. Genau hier setzte das Tradedoubler-Webinar Black Friday After the Checkout am 24. Oktober 2024 an: Der zweite Kauf sollte bereits geplant sein, bevor der erste abgeschlossen ist. Diskutiert haben Scully Chen von ABOUT YOU, Karl Wood von Atolls, Daniel Kocher von MAI xpose360 sowie Vertreter von Klarna.

    Budget für Januar und Februar sichern

    Aus Sicht der Runde greift eine reine Umsatzoptimierung für Black Friday zu kurz. Ohne reservierte Mittel für Januar und Februar fehlt Advertisern die Möglichkeit, frisch gewonnene Kunden erneut anzusprechen. Die Kundenbeziehung beginnt zwar im vierten Quartal, ihre wirtschaftliche Entwicklung reicht aber darüber hinaus.

    Für die Planung empfahlen die Fachleute:

    • Ein eigenes Budget für die erneute Ansprache zu Beginn des ersten Quartals vorzusehen.
    • Publisher für bindungsfördernde Ergebnisse wie App-Installationen oder Newsletter-Anmeldungen zu belohnen.
    • Content-orientierte Affiliates mit hilfreichen Inhalten einzubinden, etwa Styling-Ratgebern oder Pflegetipps.

    Für Advertiser und Publisher in Deutschland, Österreich und der Schweiz berührt das die Abstimmung über Jahresbudgets hinweg. Wer Black-Friday-Kampagnen und die anschließende Kundenbindung getrennt plant, riskiert eine Finanzierungslücke. Sinnvoll sind deshalb Partnervereinbarungen, die auch Leistungen nach dem Jahreswechsel berücksichtigen.

    ABOUT YOU sieht höheren CLV bei Q4-Kunden

    Dass sich diese Investition lohnen kann, legen Daten von ABOUT YOU nahe. Laut Marketing Manager Scully Chen weisen Kunden aus Black-Friday- und Q4-Kampagnen einen höheren CLV auf als Kunden aus saisonalen Sommer- oder Winter-Sales. Die verbreitete Annahme, rabattorientierte Käufer seien grundsätzlich weniger loyal, wird damit für diese Kundengruppen infrage gestellt.

    Entscheidend ist deshalb die Definition wertvoller Ergebnisse jenseits des Erstkaufs. Dazu zählen ein zweiter Kauf innerhalb von 90 Tagen oder die Reaktivierung eines inaktiven Kunden. Früh festgelegte Ziele helfen, Affiliate-Commissions und Partneranreize auf langfristiges Wachstum auszurichten.

    Nach dem Checkout zählt der passende Anlass

    Karl Wood, UK Head of Business Development bei Atolls, plädierte für nachvollziehbare Anschlussangebote entlang des Produktlebenszyklus. Wer eine Kaffeemaschine kauft, kommt beispielsweise für ein Kaffeekapsel-Abonnement oder Zubehör infrage.

    Daniel Kocher, Teamlead Affiliate Marketing bei MAI xpose360, bezeichnete die ersten 48 bis 72 Stunden nach dem Kauf als entscheidendes Zeitfenster für personalisierte Folgekontakte. Im Modehandel können die Abstände bis zur erneuten Ansprache länger ausfallen, etwa bei ABOUT YOU. Dennoch sollte der Dialog unmittelbar nach der Bestätigungsseite weitergehen.

    Was das für den DACH-Affiliate-Markt bedeutet

    Für deutsche Publisher eröffnet dieser Ansatz zusätzliche Aufgaben nach dem Erstkauf: Beratung und relevante Inhalte können die nächste Kaufentscheidung unterstützen. Advertiser sollten dafür Wiederkäufe, Partnervergütung und Q1-Budget gemeinsam planen. Black Friday wird so nicht nur als Verkaufsaktion betrachtet, sondern als Lead-Gen-Anlass für längerfristige Kundenbeziehungen – deren Wert sich erst nach dem Checkout zeigt.

    Quelle: Tradedoubler Blog